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Leidenschaft für Perfektion

Grenzen überwinden

Mit meinem Ingenieurbüro Kranzen Engineering unterstütze ich in Kooperation mit anderen Ingenieurbüros und Freiberuflern meine Kunden dabei, ihre Ziele nicht nur zu erreichen, sondern sie zu übertreffen. Unser aller langjährige Erfahrung ermöglicht es uns, eine für jeden Kunden passende Strategie zu entwickeln. Nur so gelingt es, diese Strategie in einen Plan zu überführen, der erfolgreich umgesetzt werden kann.

 

Es war im Herbst 2020


Ich stand vor der Aufgabe, für einen namhaften Kunden einen Pneumatikprüfstand, auf Basis von LabVIEW unter Einsatz eines cRIO, zu programmieren und in Betrieb zu nehmen. Zu diesem Zweck hatte der Kunde einige 10.000 Euro investiert und Ende Juli war alles verfügbar, sodass ich mit der Programmierung loslegen konnte.


Abgabetermin war der 18. September. Als Zeithorizont hatte ich also in etwa 42 Tage! Bis dahin musste der Prüfstand im Dauerbetrieb laufen und parallel hatte ich natürlich auch noch andere Tätigkeiten für diesen Kunden zu erledigen.


Um remote arbeiten zu können, beschaffte ich mir ein eigenes cRIO, welches dem des Kunden glich, da ich dessen Hardware nicht einfach mitnehmen durfte. Damit konnte ich dann gleich eine schon lange gehegte Überlegung angehen, dass ich künftig meinen Kunden, entsprechend deren Bedürfnissen, fertig konfigurierte Systeme zur Steuerung und Regelung von Prüfständen, sowie zur Messdatenerfassung zur Verfügung stellen kann.

Des Weiteren baute ich bei mir in Aalen einen Sensorprüfstand auf, an dem ich die korrekte Funktion meines Programms für diesen Pneumatik-Prüfstand initial testen konnte. Schließlich sollte mein Kunde ein einwandfrei funktionierendes System erhalten.

Mit Beginn der Arbeiten am Programm schienen die Tage - und vor allem die Nächte – kürzer und kürzer zu werden. Die Tage vergingen wie im Flug und der Zeitpunkt der Abgabe rückte immer näher. In einer Besprechung meinte ein Mitarbeiter meines Kunden zu allem Überfluss, dass man notfalls noch auf Plan B ausweichen könnte (vermutlich machte ich einen leicht gestressten Eindruck). Plan B war eine kleine SPS, die ich für eine Vorgängerversion dieses Prüfstandes programmiert hatte. Allerdings bot diese nicht die Möglichkeit der Datenaufzeichnung und vor allem nicht die des Selbstheilungseffekts, falls am Prüfstand im Betrieb unerwartete Probleme auftreten sollten.

Genau diesen Selbstheilungseffekt wollte ich jedoch als zentralen Bestandteil des Prüfstands realisieren, wenn schon entsprechende Hard- und Software zur Verfügung gestellt wird.

Also war für mich eindeutig klar: Plan B geht gar nicht!

Natürlich gab es bei der Programmierung, wie auch schon bei der vorangegangenen Entwicklung und dem Bau des Prüfstands, einige unerwartete Hindernisse. Um diese erfolgreich zu meistern, arbeitete stellenweise ich mit anderen Spezialisten zusammen.

Anfang September wurde es dann für mich richtig heiß, da  der Zeitpunkt der Abgabe nun schon ziemlich nahe war und bei Weitem nicht alles so lief, wie es laufen sollte!

Ich hatte also noch zwei Wochen Zeit und um termingerecht fertig zu werden war es nun einige Male erforderlich, einen 16-Stundentag einzulegen, was als selbständiger Ingenieur ja machbar ist. Zwischendurch war ich auch ein paar Mal vor Ort, um die Software direkt am Prüfstand zu testen und auf den dabei gewonnenen Erkenntnissen remote weiter aufbauen zu können.

Dann war es auf einmal so weit:

18. September – ABGABETERMIN und Inbetriebnahme!

Obwohl ich bis dahin der festen Überzeugung war, dass die Software korrekt arbeitet, war ich doch ziemlich aufgeregt, als ich an diesem Tag zu meinem Kunden fuhr, die Software auf dessen Hardware überspielte, anschließend die Druckluftleitung einsteckte und danach die Hardware.

Erst einmal passierte ... nichts!

Die Minute, die ich warten musste, bis das System initialisiert war und alle Sensoren auf korrekte Funktion abgefragt und die aktuelle Position des Prüflings ermittelt hatte, um daraufhin den Prüfstand initial in einen definierten Ausgangszustand zu bringen, erschein mir wie eine Ewigkeit.

Nach bereits erwähnten Tagen und Nächten und einer unendlich langen Minute am Schluss lief der Prüfstand endlich los, wie er sollte.

Es war geschafft!

Ich hatte – wieder einmal – eine termingerechte und vor allem funktionstüchtige Fertigstellung zum vereinbarten Zeitpunkt, dem 18. September, erreicht.

Im Dezember war ich dann wieder bei diesem Kunden und sah, dass die Dauerlauftests vom Prüfstand auch exakt so durchgeführt worden waren, wie ich es seinerzeit im Flussdiagramm angedacht hatte, was jeder meiner Programmierungen zugrunde liegt.

Alle Sensoren wurden korrekt abgefragt, die Ventile zum richtigen Zeitpunkt geschaltet und die Datenprotokollierung arbeitete einwandfrei.

Einem dauerhaften Einsatz des Prüfstands bei meinem Kunden steht somit nichts mehr im Wege und mein Einsatz und meine Leidenschaft für Perfektion und Präzision haben sich wieder einmal voll für meinen Kunden ausgezahlt.

Auch dies war ein Grund, warum es zu einem Folgeauftrag durch diesen Kunden kam.

Wenn auch Sie an Leidenschaft für Perfektion und Präzision interessiert sind und eine unserer Erfolgsgeschichten werden wollen, dann sollten Sie mich kennenlernen!

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